Verdienstvolle Christdemokraten ausgezeichnet
v.l. Franz Uhl, Rudolf Lorenz, Rita Metzger-Retsch, MdL Winfried Mack, Otto Stock, Ehrenvorsitzender Bruno Balle, Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle„Die Grünen und die SPD in Oberkochen und im Land werden sich warm anziehen müssen, die CDU und Baden-Württemberg sind spitze“, gab sich Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle beim Neujahrsempfang kämpferisch.
Oberkochen Von einer „Weichenstellung fürs Land“ und einer „bedeutenden Richtungswahl“ sprach Balle in seiner Begrüßung. Die CDU werde gefordert sein wie nie und hoher Einsatz sei bis zum Showdown der Landtagswahl am 27. März nötig. Baden-Württemberg sei Motor- und Ideengeber für den Bund und die CDU stehe für eine gute Zukunft dieses Landes. „40 Prozent plus X“ prognostizierte der Stadtverbandsvorsitzende für die CDU bei der Landtagswahl. Leihstimmen habe die Partei nicht zu verschenken
Standortbestimmung
In seiner kommunalpolitischen Standortbestimmung meinte Balle, Oberkochen habe sich nach der schweren Finanzkrise mit dem aktuellen Gewerbesteueraufkommen von 31 Millionen Euro prächtig erholt. Die CDU habe wichtige Anträge im Gemeinderat eingebracht. Unter anderem erwähnte Balle bedeutende Investitionen wie den Neubau des Kreisverkehrs und den Umbau der Südrampe B 19 (1,4 Millionen Euro), die Sanierung der städtischen Wohnungen im Jägergässle (700000 Euro), den Umbau des Eugen-Bolz-Platzes inklusive Zeltkonstruktion für 1,6 Millionen Euro, die Sanierung der Aussegnungshalle auf dem städtischen Friedhof (350000 Euro) und die energetische Sanierung des Bauhofs (250000 Euro). Dank der CDU-Initiative werde das marode Pflaster in der Innenstadt binnen zwei Baujahren und in vier Abschnitten für insgesamt drei Millionen Euro saniert. Die CDU sei es im Gemeinderat auch gewesen, die Dampf gemacht habe für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans. Dass die Vereinsjugendförderung um zehn Prozent erhöht wird, könne sich die CDU-Fraktion im Gemeinderat ebenfalls ins Stammbuch schreiben. „Wir werden allerdings die Entwicklung der Finanzen mit wachem Auge beobachten“, blickte Balle in die Zukunft.
Abrechnung mit Grünen
„Wir wollen und werden die Landtagswahlen gewinnen“, gab sich MdL Winfried Mack in seinem Politbarometer kämpferisch. Ganz Europa blicke nach Baden-Württemberg, wenn am 27. März gewählt werde. Und keiner im Ausland verstehe, dass man in diesem Land in der Spitzenreiter-Position von Wirtschaftswachstum und Innovation um einen Bahnhof streite. Baden-Württemberg sei in Europa die Innovationsregion Nummer eins und unter zwölf Regionen stehe Ostwürttemberg auf Rang drei. Das Land besteche durch das beste Bildungssystem. Bildung bleibe bei der Opposition im Wahlkampf außen vor, sie versteife sich auf Stuttgart 21. Die große Mehrheit der jungen Leute unterstütze inzwischen dieses Projekt, meinte Mack. „Die Grünen betreiben eine Populismus-Politik und sie sind zu einer Partei der Bedenkenträger geworden“, so Mack weiter. Ministerpräsident Stefan Mappus stehe hingegen für Verlässlichkeit.
Um CDU verdient gemacht
Für 40 Jahre Treue zur CDU wurde Rudolf Lorenz geehrt, von 1989 bis 2000 Beisitzer im Stadtverband und „Mann des Volkes“, wie Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle betonte. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurde Rita Metzger-Retsch geehrt, die sich als langjährige Schatzmeisterin und im Einsatz für die Frauenunion große Verdienste erworben habe. Die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt auch Otto Stock, von 1992 bis 2000 Beisitzer im Stadtverband und wichtiger Begleiter bei zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. Im Mittelpunkt des Ehrungsparts stand die Auszeichnung für Franz Uhl (25 Jahre), der seit 1984 dem Gemeinderat angehört, 1987 stellvertretender Fraktionsvorsitzender wurde und seit 2009 als Nachfolger von Bruno Balle die Fraktionsgeschicke leitet. Von 1986 bis 1989 war Uhl Beisitzer und von 1989 bis 1992 Pressereferent im Stadtverband. „Franz Uhls Meinung hat Gewicht, er hat sich um die CDU in Oberkochen verdient gemacht“, fasste Laudator Balle zusammen.