Aufgaben gemeinsam angehen
„Wir von der CDU waren die Bahnbrecher für die Wiedervereinigung und wir werden und müssen den Gedanken an diesen historischen Tag aufrecht erhalten“, betonte MdB Norbert Barthle bei der Gedenkstunde an der „CDU-Eiche.“
Lothar Schell
Von hoher Symbolik für die Wiedervereinigung sei die Gedenkstunde der CDU, die zum 20. Mal ununterbrochen stattfinde, erklärte Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle. 20 Jahre Wiedervereinigung seien gleichzusetzen mit 20 Jahre Dynamik für die Menschen in Ost und West. Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl sei es zu verdanken, dass das 40jährige Unrechtsregime beendet und die Vereinigung realisiert wurde. „Die CDU ist die Partei der deutschen Einheit“, unterstrich Balle. Die Gedenkstunde der hiesigen CDU solle an die Vergangenheit erinnern, aber auch ein starkes Stück Zukunft markieren.
Der haushaltspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion Norbert Barthle hielt die Festrede und nannte die Wiedervereinigung „einen der glücklichsten Momente in der deutschen Geschichte.“ SPD und Grünen habe vor zwanzig Jahren etwas ganz Anderes vorgeschwebt. Die Mehrheit der Ostdeutschen aber habe auf einen schnellen Wiedervereinigungsprozess gedrängt. „Die zweite Chance ist ein historisches Geschenk“, betonte Barthle. Sein Dank galt den Partnern in Ost und West, die an diesem historischen Ereignis mitgearbeitet hätten. Die Gedenkstunde, so Barthle, habe ihre volle Berechtigung schon deshalb, weil es Leute gebe, die heute das damalige Unrechtsregime verklären oder verharmlosen wollten. Vieles gelte es noch aufzuarbeiten. Die Wiedervereinigung habe für die Menschen im Osten eine radikale Veränderung ihrer Lebensumstände mit sich gebracht, die man auch psychologisch aufarbeiten müsse. Demokratie sei nun mal ein anspruchsvoller Prozess, meinte Barthle. An einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten bedeute, nach gemeinsamen Antworten im vereinten Deutschland zu suchen.