Bemerkenswerte Jugendarbeit gewürdigt

Ehrenamt ist Zahnrad der Gesellschaft

  5. Förderpreis des CDU-Stadtverbands für Kinder- und Jugendarbeit des TSV  Oberkochen    Die Attribute „vorbildhaft und bemerkenswert“ ziehen sich wie ein roter  Faden durch den Festakt. Gemeint ist das Ehrenamt im TSV Oberkochen,  explizit jener Ehrenamtlichen, die sich um die Kinder- und Jugendarbeit  bemühen. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle überreicht den mit 500  Euro dotierten Förderpreis an den ersten TSVO-Vorsitzenden Hans-Jürgen  Fuchs.  

Lothar Schell Oberkochen Bemerkenswert sind die virtuosen Leistungen des jungen Pianisten Fabian Burkhart, der mit professioneller Hingabe den Festakt umrahmt und die anschließende Präsentation „100 Sekunden Ehrenamt“ unterstreicht kurzweilig: Ohne Ehrenamt kein pulsierendes Leben. Unter dieser Prämisse hat der CDU-Stadtverband 2001 den „Förderpreis im Ehrenamt“ aus der Taufe gehoben. „Wenn das Ehrenamt stirbt, stirbt auch die Gesellschaft“, so die Headline. CDU-Stadtverbandsvorsitzender beleuchtet das bürgerschaftliche Engagement in Oberkochen und jene Meriten, die der TSV Oberkochen seit nunmehr 107 Jahren dafür eingebracht hat. „Starke Leistungen im Verborgenen, hohe Ausstrahlung, ein hohes Maß an öffentlicher Reputation“, sagt er. Und er bedient sich dem altehrwürdigen Turnvater Jahn: „Frisch, fromm, fröhlich, frei.“ Nach der DRK-Bereitschaft, der Freiwilligen Feuerwehr, der ökumenischen Nachbarschaftshilfe und dem Förderverein Altenpflegeheim reihe sich die Kinder- und Jugendarbeit des TSVO nahtlos in die Strahlkraft der Preisträger ein. Multimedia-Show Ein Raunen geht durch die Gästereihen, als man in der von Gerd Haupt und Uwe Paap konzipierten Multimedia-Show verdiente Altvordere und aktuelle Korsettstangen des Ehrenamts erkennt: den unvergessenen Ski-Heroen Clemens Grupp etwa, den Fußballer „Eisenfuß“ Done Gutheiß, den „Nordischen“ Karl Lense oder eben Hans-Jürgen Fuchs, seit 40 Jahren im Ehrenamt tätig. „Jugendarbeit prägt die Architektur des gesellschaftlichen Lebens“, heißt es in der Power-point-Demonstration. „Bemerkenswert“ sagt auch Laudator Landrat Klaus Pavel. Und er spricht schlussfolgernd von der „Faszination TSV“. Der Verein leiste mit seiner hochwertigen Kinder- und Jugendarbeit einen entscheidenden Beitrag für ein lebendiges Oberkochen. Pavel sieht unschätzbare Werte des Ehrenamts, vor allem als Plattform im Engagement für den Nächsten. Im 1800 Mitglieder zählenden Verein treiben 700 Jugendliche Sport. Die Zeitspenden der ehrenamtlichen Trainer und Betreuer verdienten höchste Anerkennung. Sie seien es, die einen bedeutenden Beitrag für das Fundament der Gesellschaft leisteten. Und Landrat Pavel stellt fest: „Ehrenamt ist freiwillig und umsonst, aber niemals ohne Gewinn.“ CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle überreicht die Urkunde und den Förderpreis und TSVO-Vorsitzender Hans-Jürgen Fuchs dankt und gibt die Lorbeeren an seine Ehrenamtlichen kurz und knapp weiter: „Ihr seid es, die als Betreuer in viele Rollen schlüpfen und ihr öffnet den Kindern und Jugendlichen soziale Erfahrungen.“ Soziales Kapital Herta Oppold, Vorsitzende des Fördervereins Altenpflegeheim (Preisträger vor zwei Jahren), gratuliert dem TSV Oberkochen und schreibt den Ehrenämtlern hohes Maß an Freude und Idealismus ins Stammbuch. Manfred Pawlita überbringt die Glückwünsche des Sportkreises Ostalb. Kinder- und Jugendarbeit im TSVO inkludiere Breiten-, Wettkampf- und Leistungssport und jeder investierte Euro zahle sich um ein Vielfaches aus. Kinder- und Jugendarbeit sei letztlich ökonomisches Kapital. Für den terminlich verhinderten Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter spricht sein Vorgänger im Amt Georg Brunnhuber, der seine Würdigung als Wunsch artikuliert: „Möge der TSV Oberkochen immer so viele engagierte Leute haben, die sich um Kinder und Jugendliche bemühen. Sie sind jene Zahnräder, die die Gesellschaft am Laufen halten.“

 


Förderpreis im Ehrenamt