Verdienste um die Stadt
Drei verdiente Kommunalpolitiker wurden gestern Abend von Bürgermeister Peter Traub verabschiedet. Vorneweg der „Grandseigneur“ der Oberkochener Kommunalpolitik Bruno Balle.
Lothar Schell
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Oberkochen. 34 Jahre habe Balle dem Gemeinderat angehört, sich als CDU-Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender verdient gemacht (wir berichteten). Traub zitierte aus der schier endlos erscheinenden Meriten-Liste für Balle, dessen Verantwortungsbewusstsein und Engagement in verschiedenen Vereinen und Organisationen beispielhaft sei. „Sie haben wie kaum ein Anderer die Entwicklung der Stadt Oberkochen mitgestaltet und geprägt“, so der Bürgermeister in seiner Laudatio. Bruno Balle sei immer glänzend vorbereitet gewesen und er sei bei schwierigen Entscheidungen standhaft gewesen.
Dr. Gert Littmann habe dem Gremium 20 Jahre lang angehört. Der Gemeinderat habe in profunder Weise vom Fachwissen des ehemaligen Vorstandsmitglieds der Firma Carl Zeiss profitiert. Für die Verdienste Littmanns habe die Stadt im Jahre 2001 das Ehrenbürgerrecht ausgesprochen. „Sie waren der analytische und logische Sachverstand des Gemeinderats“, betonte Bürgermeister Traub. Als Zahlen- und Haushaltsexperte habe Dr. Littmanns Stimme im Gremium Gewicht gehabt.
Fachlich als auch menschlich sei der Rückzug von Franz Wingert ein großer Verlust für den Gemeinderat. In den vergangenen 15 Jahren habe sich Franz Wingert als Experte in technischen Fragen wie auch in Baufragen erwiesen. Auch seien seine Unabhängigkeit, Sachlichkeit, Gerechtigkeit und Fairness über die Parteigrenzen hinweg anerkannt gewesen Die drei ausscheidenden Gremiumsmitglieder erhielten die Verdienstmedaille der Stadt Oberkochen.
In seinen Dankesworten betonte Bruno Balle, dass es für alle drei Ausgeschiedenen ein aufrichtiges Bemühen gewesen sei, dem Ordnungsauftrag nach Recht und Gewissen zu entsprechen. Trotz konträrer Entscheidungen habe man demokratische Spielregeln nie vermissen lassen. Balle dankte der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Traub an der Spitze für das konstruktive und vertrauensvolle Miteinander.
Vogel einstimmig gewählt
Wie diese Zeitung bereits in ihrer gestrigen Ausgabe ankündigte, wurde CDU-Stadtrat Reinhold Vogel zum ersten Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt. Die Wahl erfolgte einstimmig. CDU-Fraktionsvorsitzender Franz Uhl betonte, dass das Votum für Vogel in der CDU-Fraktion in geheimer Abstimmung erteilt wurde.
| © Schwäbische Post 28.07.2009 |