Kontinuität im Stadtrat Oberkochen

Gemeinderatswahlen: Kaum Veränderungen bei der Sitzverteilung – CDU hat Generationswechsel geschafft

Die Sitzverteilung im Oberkochener Gemeinderat bleibt gleich, auch an der prozentualen Verteilung der Stimmen hat sich nicht viel geändert. Letztlich sind alle Fraktionen mit diesem Ergebnis zufrieden.


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Manfred Moll
Oberkochen.
Als einzige hat die FBO Stimmenanteil verloren, nämlich zwei Prozent, was ihr aber nicht den dritten Gemeinderatssitz kostet. Die anderen gewinnen leicht, von bescheidenen 0,1 Prozent (CDU) über 0,5 Prozent (SPD) bis zu spürbaren 1,4 Prozent (Grüne).
Leicht abgenommen hat die Wahlbeteiligung, aber es gabt deutlich weniger Wahlberechtigte: 218 Oberkochener weniger als 2004 durften zur Wahl gehen, ein Rückgang von 3,2 Prozent.
Die Überraschungen der Gemeinderatswahl liegen im persönlichen Bereich. Die CDU musste verkraften, dass die Stimmenmagneten Bruno Balle und Franz Wingert nicht mehr antraten. Auf Anhieb schaffte Martin Balle über 2500 Stimmen und verwies verdiente Gemeinderatsmitglieder damit auf die Plätze. Für Dr. Gert Littmann hat es nicht mehr gereicht. Insgesamt scheint die Oberkochener CDU den Generationswechsel ohne Probleme bewältigt zu haben. Martin Balle: „Ich bin überrascht über mein persönliches Ergebnis.“ Die CDU sei froh, ihr Stimmenpotenzial und die Zahl der Sitze gehalten zu haben.
Die SPD hat den Generationswechsel noch vor sich. „Wir sind nicht enttäuscht“, sagt Fraktionsvorsitzender Richard Burger, wenngleich die SPD gerne sieben Sitze erreicht hätte. „Aber nach dem SPD-Ergebnis der Europawahl sind wir froh, dass es nicht auf die Gemeinderatswahl durchgeschlagen hat.“
„Wir haben unser Wahlziel erreicht“, freut sich Dr. Klaus Holtz (FBO). Leider habe man eine Stimmeneinbuße von zwei Prozent, was Dr. Holtz auf die schwierige Ausgangslage der FBO zurückführt.
Freude dagegen bei den Grünen: Dr. Joachim Heppner begrüßt den Stimmenzuwachs: „Wir sind die Gewinner“. Einen dritten Sitz zu holen, schränkt er ein, sei aber nicht realistisch gewesen.