CDU im Wahlkampf

CDU will das Erscheinungsbild der Innenstadt verbessern

Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Franz Uhl stellten das Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl am 7. Juni vor. Balle zeigte sich optimistisch, „deutlich stärkste Kraft im Gemeinderat zu werden.“

Lothar Schell

Oberkochen. In den letzten fünf Jahren sei die CDU immer präsent gewesen und mit starken Persönlichkeiten gehe man zuversichtlich in die Kommunalwahl, so Balle. Am 24. April werde es im Bürgersaal des Rathauses eine öffentliche Kandidatenvorstellung geben. Mit dem Motto „Mit Herz und Verstand für Oberkochen“ wolle man Bürgernähe demonstrieren. „Der Flächennutzungsplan muss endlich genehmigt werden“, ging Franz Uhl auf das Thema des Einwohnerrückgangs ein. Der Regionalverband dürfe nicht weiter blockieren.
1997 habe Oberkochen 8600 Einwohner gezählt, aktuell seien es noch 8010 und in Kürze werde man wohl unter der 8000 Einwohner-Marke stehen. Junge Familien zögen wegen Bauplatz-Mangel ab und es werde immer schwieriger, Infrastruktur und Steueraufkommen zu halten. Die CDU favorisiere günstiges Bauland für junge Familien, etwa mit einer Arrondierung des vorderen, aber auch des hinteren Spitztals. Bei 4000 bis 5000 Einpendlern sei das Potenzial an Bauwilligen durchaus vorhanden.
„Das Erscheinungsbild der Innenstadt muss verbessert werden“, forderte Franz Uhl weiter. Es müsse eine Kinderwagen- und Rollstuhl gerechte Sanierung stattfinden. Auch in punkto Lärmbelästigung auf Grund der Querpflasterung in der Dreißentalstraße müsse sich was bewegen. Die CDU setzte sich des Weiteren für seniorengerechte und betreue Wohnungen ein als Zwischenstufe zur Pflege.
Man habe ein Gelände im Auge, wolle aber derzeit „keine Unruhe schaffen“, meinte Uhl. Die CDU werde sich stark machen fürs Ehrenamt und für die Jugendarbeit in den Vereinen. Die Dreißentalhalle solle als Mehrzweckhalle an gleicher Stelle neu gebaut werden.
Die CDU stehe auch zum angedachten Bildungsnetzwerk. Auf Grund der derzeit schwierigen Finanzen könne es durchaus sein, dass die Generalsanierung des Rathauses abgespeckt werden müsse. „Wir stehen zu diesem Projekt, es darf aber nicht gänzlich alle anderen Projekte blockieren“, meinte Uhl.
Die CDU werde sich auch dafür stark machen, dass die GEO auf breitere Füße gestellt wird in Richtung alternativer Energien.
 

© Schwäbische Post 09.04.2009