Gas-Verkauf auch außerhalb des Netzgebiets

Gasversorgung Essingen-Oberkochen Gastgeber beim 1. Kommunalen Forum des CDU-Stadtverbands Innovative Produkte vorgestellt

„Die GEO bietet für alle Kunden kostengünstige und komfortable Lösungen mit Erdgas oder Biogas“, betonte der der technische Geschäftsführer Volker Maier bei der Veranstaltung des CDU-Stadtverbands im GEO-Verwaltungsgebäude.
Die beiden Geschäftsführer Volker Maier (ganz rechts) und Roland Seimetz (2. von links) führten die Besucher durch die Ausstellung im GEO-Verwaltungsgebäude in der Heidenheimer Straße 35 Die beiden Geschäftsführer Volker Maier (ganz rechts) und Roland Seimetz (2. von links) führten die Besucher durch die Ausstellung im GEO-Verwaltungsgebäude in der Heidenheimer Straße 35


Lothar Schell
 
Oberkochen  Energieversorgung und damit einhergehend die Preisentwicklung sei ein brisantes Thema, das Privathaushalte wie die Industrie beschäftige, meinte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle in seiner Begrüßung. Das Thema „Energie“ solle quasi der Startschuss sein für das Kommunale Forum, das die CDU ins Leben gerufen habe. Die GEO bezeichnete Balle als „starkes Unternehmen und einen Stützpfeiler der Energieversorgung.“
Der kaufmännische GEO-Geschäftsführer Roland Seimetz stellte das  Unternehmen vor. Gesellschafter seien die Kommunen Essingen und Oberkochen. Insgesamt bilanziere man 2294 Kunden und einen Jahresabsatz von 154 Millionen Kilowattstunden bei einem Jahresumsatz von sechs Millionen Euro. Der Erdgasanteil an der Wohnungsbeheizung 2007 habe in Oberkochen bei 55 Prozent, in Essingen bei 66,5 Prozent gelegen. Die GEO sei zu 90 Prozent in kommunaler Hand und ein Erfolgsmodell, betonte Seimetz. Das  Unternehmen stehe für eine umweltfreundliche und moderne Energieversorgung. In Bezug auf erneuerbare Energien gehöre die Zukunft der dezentralen Energieversorgung. Detailliert ging Seimetz auf die Gaspreisbildung ein. Die Zusammensetzung des Erdgaspreises gliedere sich in 50 Prozent Gasbezugskosten, einen Staatsanteil für Abgaben und Steuern in Höhe von 29 Prozent, Netzkosten beliefen sich auf 16 Prozent und der Posten Vertriebskosten/Marge liege bei fünf Prozent. Gas sei der umweltfreundlichste fossile Brennstoff und habe sich in den letzten 20 Jahren „zum Wunschenergieträger entwickelt.“ Stelle man Kostenvergleiche an, müsse man immer ehrlich zu sich selbst sein, meinte Seimetz weiter. Nicht nur die Brennstoffkosten, sondern auch Anlagekosten müsse man mit ins Kalkül ziehen. Man verfüge bei der GEO über energiesparende Brennwertgeräte mit hohem Nutzungsgrad und Erdgas sei auch gut mit Solarthermie verbindbar, meinte Seimetz. In der Folge ging der kaufmännische GEO-Geschäftsführer auf die Ölpreisbindung ein, die letztlich Planungssicherheit garantiere. „Die Ölpreisbindung ist keine Einbahnstraße nach oben, bei einem niedrigen Ölpreis profitiert auch der Gaskunde“, erklärte Seimetz. Die Verfügbarkeit von Erdgas sei zumindest für die nächsten 60 Jahre ausgelegt.
 
Innovative Produkte
 
Technischer Geschäftsführer Volker Maier informierte über das seit Januar dieses Jahres in Baden-Württemberg gültige „Erneuerbare Wärmegesetz“ und seine Auswirkungen. Wichtig sei demnach, dass alle Neubauten, die nach dem 1. April 2008 genehmigt werden, 20 Prozent ihres Wärmebedarfs durch erneuerbare Energieträger decken müssten. Die GEO biete für alle Kunden in diesem Zusammenhang kostengünstige und komfortable Lösungen mit Erdgas oder Biogas an. Maier zitierte unter anderem Brennwertgeräte mit Solaranlage, ein Mini-BHKW mit Stirlingmotor oder eine Gasabsorptionswärmepumpe. Diese Anlagen würden staatlich gefördert. Wer in diesem Jahr baue, könne als einfachste Lösung das GEO-Angebot eines Biogas-Bezugs wählen. Die GEO beschaffe Biogas mittels Zertifikaten und geb dieses an ihre Kunden weiter. In die Zukunft blickend meinte Maier, dass die GEO beabsichtige, ab April kommenden Jahres auch außerhalb ihres Netzgebiets Gas zu verkaufen. „Im übrigen sehen wir uns künftig nicht mehr als reiner Gasversorger, sondern präsentieren uns als Wärmevertrieb und Energiedienstleister“, so der technische GEO-Geschäftsführer.