Teilen lernen heißt teilen überwinden

CDU-Gedenkfeier zum Tag der deutschen Einheit Festredner MdL Dr. Stefan Scheffold

„Wir müssen das gegenseitige Aufrechnen abbauen und die Herausforderung des gemeinsamen Denkens und Handelns annehmen“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Dr. Stefan Scheffold bei der Gedenkfeier des CDU-Stadtverbands im Gewann „Langer Teich.“
Lothar Schell
 
Oberkochen  CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle erinnerte an den friedlichen Zusammenschluss vor 18 Jahren, bei dem die Einheit in Freiheit vollzogen worden sei. Die Wiedervereinigung habe nach den Lehren des zweiten Weltkriegs die Weichen in die richtige Zukunft gestellt. Die CDU sei die einzige Partei gewesen, die am  Ziel der Wiedervereinigung stetig festgehalten und die friedliche Revolution forciert habe. Krieg und Gewalt dürfe vom deutschen Volk niemals mehr ausgehen. „Die deutsche Einheit war ein Wendepunkt in unserer Geschichte“, betonte Balle.
Dr. Stefan Scheffold würdigte in seiner Festrede die Idee des CDU-Stadtverbands Oberkochen, den Tag der deutschen Einheit aktiv zu begehen. Nach dem Fall der Mauer seien zunächst mentale Grenzlinien geblieben, die sich aus den unterschiedlichen politischen Systemen ergeben hätten. Vieles habe sich in den östlichen Bundesländern zum Positiven geändert, vieles habe sich getan im Vergleich zu anderen osteuropäischen Ländern. In einer Meinungsumfrage hätten sich 71 Prozent der dortigen Bevölkerung dahingehend geäußert, nicht mehr unter den früheren Verhältnissen leben zu wollen. Nun gelte es, in die Zukunft schauend, den Blick aufs Gemeinsame zu richten. Teilen lernen heiße teilen zu überwinden. Die Themen der demographischen Herausforderung, Wohnraum, Arbeitsplätze sowie Bildung und Erziehung müsse man gemeinsam angehen. Bestehende Strukturen müssten strukturell verbessert werden. Am Ende der Gedenkfeier wurde unter musikalischer Begleitung von Johannes Fischer (Trompete) das Lied der Deutschen gesungen.