Balle: Flickschusterei

Öffentliche Flächen in der City – CDU: „Da muss mehr passieren"
Bereits im März vergangenen Jahres hatte die CDU-Fraktion im Gemeinderat beantragt, auf den öffentlichen Flächen des Innenstadtbereichs gezielt Verbesserungs- und Modernisierungsmaßnahmen vorzunehmen.

Oberkochen. CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Balle hatte seinerzeit darauf hingewiesen, dass die vor 17 Jahren abgeschlossene Sanierung der Innenstadt einer Runderneuerung bedürfe. Vor allem der marode Pflasterbelag, so Balle, werde von den Bürgern moniert und dies führe zu einem Attraktivitätsverlust der Innenstadt. Der Antrag beinhaltete auch die Forderung nach Vorlage einer Sanierungskonzeption.
Eine erneute Innenstadtsanierung könne auf Grund des finanziellen Aufwands nicht anvisiert werden, lautete damals die Antwort der Stadtverwaltung im Gemeinderat. Die Verwaltung konnte einen Attraktivitätsverlust nicht bestätigen. Vielmehr wurde zugesagt, den bestehenden Pflasterbelag so zu verfugen, dass keine Stolperfallen entstehen. Das bestehende Mobiliar solle, wo erforderlich, repariert und frisch gestrichen bzw. erneuert werden.
Im Rahmen des „Sommerbaustellen-Programms“ führt die Stadt nun seit Beginn der Sommerferien ein Flickprogramm durch, das nach Aussage der Verwaltung bis November andauern soll.
Auf Nachfrage sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Balle von „reiner Flickschusterei.“ Einzelne Steine würden raus genommen und ersetzt. „Da muss einfach mehr passieren“, so Balle auf Nachfrage dieser Zeitung. Vor allem auf den Gehwegen warteten viele Stolperfallen. Weil man auf den seinerzeit verlegten Porphyr keinen Zugriff mehr habe, würden andere Steine integriert, was dem optischen Bild nicht gerade zuträglich sei.
„Ich werde in dieser Sache nicht locker lassen und im Technischen Ausschuss nachhaken“, so Balle zur Schwäbischen Post. ls
© Schwäbische Post 02.09.2008