Stabwechsel beim CDU-Stadtverband: Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2009 laufen schon.
Martin Balle hat im CDU-Stadtverband das Ruder von seinem Vater Bruno Balle übernommen. Im Gespräch mit dieser Zeitung geht er auf seine Ziele ein, und will zu seiner möglichen Bundestagskandidatur nichts sagen.
Martin Balle will für die CDU Oberkochen ein Kreistagsmandat erringen. Zu einer Bundestagskandidatur äußert er sich aber nicht. (Foto: ls)Lothar Schell
Oberkochen Am 11. April war der Stabwechsel vollzogen worden. „Ich will mich für dieses neue Amt voll motiviert einsetzen“, betonte Balle. Praktisch seit Kindesbeinen ist Martin Balle kommunalpolitisch im Einsatz – neben seinen vielen anderen Ehrenämtern, zum Beispiel beim Sängerbund und im Eugen-Jaekle-Gau der Sänger.
Im Jahr 1999 wurde Balle als Beisitzer Vorstandsmitglied im CDU-Kreisverband, seit 2001 ist er Schatzmeister. Den überregionalen Kontakt über den Kreis hinaus hinein ins Land und in den Bund hatte er als Delegierter. Bei zwei Kreistagswahlen ist er angetreten, um ein Mandat zu erlangen.
„Es war eine einmütige Entscheidung des Vorstands, dass ich zur Wahl des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden antreten soll“, betont Balle. Im Vorgriff auf die im nächsten Jahr stattfindenden Kommunalwahlen betont der neue Vorsitzende: „Wir wollen stärkste politische Kraft in Oberkochen bleiben und neue Akzente setzen.“
Vor allem wolle man mit vielen Aktionen die Basis von derzeit 190 Mitgliedern stärken und ausbauen. Dafür stehe eine „junge, dynamische Mannschaft im engeren Vorstand.“ Man stehe schon mittendrin in den Vorbereitungen für 2009 und sei dabei, die Liste für die Kommunalwahl zu zimmern.
Als Stadtverbandsvorsitzender versteht sich Balle nach eigener Aussage als „Teamplayer.“ Erstes Ziel sei, im Kreistag ein christdemokratisches Mandat zu bekommen, was man zehn Jahre lang nicht gehabt habe. Zur Frage, wer und ob er selbst Bundestagskandidat der Ostalb-CDU werden soll, möchte sich Martin Ball derzeit nicht äußern. Nach dem Rückzug von Georg Brunnhuber war sein Name als erster ins Spiel bei der Kreis-CDU gebracht worden.
Der neue Vorstand im Stadtverband werde sich dafür stark machen, um die Wirtschaftskraft in Oberkochen zu festigen und den innerstädtischen Handel bzw. das Gewerbe auszubauen. Dies solle durch Programme und Anreize seitens der Kommune geschehen.
„Den Standort vermarkten“
Ferner müsse das interkommunale Gewerbegebiet mit Leben erfüllt werden. „Trotz des anhaltenden Wirtschaftsbooms wird im Gewerbegebiet kaum ein Quadratmeter Fläche verkauft“, wundert sich Balle. Der Stadtverband werde sich um eine Vermarktungsstrategie bemühen, um Oberkochen bekannter zu machen und den Standort gegenüber anderen hervorzuheben.
In Oberkochen müssten Baulücken geschlossen und Wohnraum für junge Familien geschaffen werden. „Unsere Philosophie wird Bürgernähe heißen“, betont Balle. Man wolle in themendifferenzierten Veranstaltungen das Ohr am Bürger haben und ausloten, wo der Schuh drückt. Der CDU-Stadtverband wolle aber auch neue Wählerschichten und Zielgruppen erschließen. Akzente wolle man aber auch setzen in Sachen „Identifikation mit der Stadt“ und „Sicheres Oberkochen.“