Es war 7.00 Uhr morgens am 29.April, als wir unseren Tagesausflug nach Nürnberg, in die mittelalterliche freie Reisstadt, bei leicht trübem Wetter starteten.
In Aalen stieß unsere seit Jahren bewährte Reiseleitung Herr und Frau Betz zu.
Nun ging die Fahrt zügig Richtung Nürnberg, wo uns Herr Betz seine Heimatstadt nahe brachte. Der Rundgang begann bei der Kaiserburg mit ihren zahlreichen imposanten Türmen, die auch heute noch das Wahrzeichen der Stadt sind. Um 1040 gründete der Salierkönig Heinrich VI. auf einem Felsen nördlich der Pegnitz eine Burg. Unterhalb wächst rasch eine Stadt heran, die als Kaiserpfalz oft vom Kaiser besucht wird und als freie Reichsstadt viele Privilegien genießt.
Dann ging es durch die Gassen der Altstadt über den Albrecht-Dürer-Platz, die Sebalduskirche mit dem Sebaldusgrab und dem Rathaus herunter auf den Hauptmarkt mit dem „Schönen Brunnen“ und der Frauenkirche.
Typische Details an den Fassaden in der Altstadt sind die Chörlein. Das gotische Chörlein mit seinem reichen Schmuck ziert die Nordfassade des Sebalder Pfarrhofs. Die Sebalduskirche ist das älteste Gotteshaus der Stadt. Bereits um 1230 wurde der Grundstein gelegt. Zusammen mit seinen 5 Söhnen schuf der namhafte Erzgießer Peter Vißcher Anfang des 16. Jahrhunderts das Gehäuse des Sebaldusgrabs in der gleichnamigen Kirche. In ihm ruhen die Reliquien des Stadtpatrons. Punkt 12 ziehen an der Frauenkirche beim Männleinlaufen, jeden Tag um 12 Uhr, sieben Kurfürsten am Kaiser Karl IV. vorbei. Sie finden sich wieder am „Schönen Brunnen“, der 19 Meter hohen Kopie eines gotischen Meisterwerks.
Das Mittagessen nahmen wir beim „Bratwurst Rösslein“ ein und fuhren danach hinaus an den Dutzendteich. Dort besichtigten wir das Dokumentationszentrum über das Reichsparteitagsgelände der Nationalsozialisten und des „Dritten Reichs“. Diese vielbesuchte und vom In- und Ausland beachtete Dauerausstellung ist in der ehemaligen Kongresshalle untergebracht.
Nach einem kleinen Spaziergang um den Dutzendteich ging es weiter Richtung Heimat. Letzte Station war das Abendessen im Landgasthaus „Förster“ in Mosbach. Es war ein schöner Abschluss für einen schönen und lehrreichen Ausflug. Gegen 21.30 Uhr kamen wir wieder fröhlich in Oberkochen an.
Bedanken möchten wir uns bei unserem Reiseleiter Herr Betz für die hervorragende Organisation und bei Frau Betz für die exzellente Logistik.