„Ich bin schon ein wenig stolz, wenn ich die 25 Jahre Revue passieren lasse“, betont Bruno Balle. Am kommenden Freitag wird er nach 25 Jahren an der Spitze des CDU-Stadtverbands in der Hauptversammlung verabschiedet.
Bruno Balle ist seit 25 Jahren CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Am kommenden Freitag wird er aus seinem Amt verabschiedet. (Foto: ls)Lothar Schell
Oberkochen „Ich höre ohne Groll und mit vollster Zufriedenheit auf, es ist Zeit, einem Jüngeren Platz zu machen und alle Positionen im Stadtverband können besetzt werden“, erklärte Balle, dessen „Tätigkeitsnachweis“ Synonym ist für einen Menschen, der nach eigener Aussage von Jugend an Feuer gefangen hat an der Politik. Mit dem Rüstzeug des „Kolping-Senior“ versehen trat er 1961 in die CDU ein, gründete mit ein paar Freunden die Junge Union und leitete diese bis 1972. Seit 1975 ist Balle im Gemeinderat, war Erster Stellvertreter des Bürgermeisters von 1984 bis 1994, Zweiter Stellvertreter von 1994 bis 1999 und seither wieder Erster Stellvertreter. Seit 1987 ist Balle CDU-Fraktionsvorsitzender. Hinzu kommt eine ganze Liste von Ehrenämtern unter anderem beim katholischen Krankenpflegevereins.
Das „Politik-Blut“ liegt in der Familie. Vater Anton war auch lange Jahre Gemeinderat, wurde 1933 von der Nazi-Herrschaft aus politischen Gründen des Amtes enthoben. Im Stadtverband führte Bruno Balle ab 1983 das Erbe von Rudolf Eber weiter.
„Es ist mir wichtig, immer glaubwürdig zu sein“, so Balle. Mittelpunkt seines Tuns sei das Gemeinwohl. Eine Herzenssache sei für ihn und die CDU die Realisierung des Industriegebiets und des Interkommunalen Gewerbegebiets gewesen. Die Stabilisierung der Jungen Union und der Seniorenunion, die Initiative zum Bau des Altenpflegeheims und der Förderpreis im Ehrenamt waren weitere Meilensteine in Balles kommunalpolitischer Karriere.
Dass der Stadtverband seit 1990 lückenlos im Gewann „Langer Teich“ den Tag der Deutschen Einheit feiert ist für Balle „eine Besonderheit, die es im ganzen Ostalbkreis nicht gibt.“
Ein wichtiges Anliegen war für Bruno Balle die Vernetzung der Fraktionsarbeit mit dem Stadtverband. Am Freitag wird sein Nachfolger gewählt.
© Schwäbische Post 09.04.2008