Am Samstag wird Georg Brunnhubers 60. Geburtstag in Oberkochen groß gefeiert. In Berlin haben sich zum Geburtstag prominente Gäste eingefunden, von Kanzlerin Angela Merkel bis Ministerpräsident Günther Oettinger (beide CDU).
oberkochen/berlin Der 60. Geburtstag des Politikers von der Ostalb war Anlass für ein Treffen der deutschen Polit-Spitze, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel angeführt wurde. Unter den über 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Presse entdeckte man unter anderem Wirtschaftsminister Michael Glos, Wissenschaftsministerin Annette Schavan, den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, Bahnchef Hartmut Mehdorn, den CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder, Ministerpräsident Günther Oettinger und mehrere Landesminister sowie Berliner Korrespondenten großer deutscher Zeitungen.
Im Saal des Hauses, das in den vergangenen Jahren mehrmals Schauplatz von Präsentationen der Region Ostwürttemberg war, hielt die Bundeskanzlerin nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe, Norbert Barthle, eine launige Rede für den „lieben Schorsch von der Ostalb“. Dass die Baden-Württemberger im Feiern besonders gut seien, habe sie schon mehrmals festgestellt.
Mit dem 60-jährigen Brunnhuber sei sie von Anfang an ganz gut zurecht gekommen, wenngleich sie vom Naturell her völlig anders sei. Sie bescheinigte dem Parteifreund aus dem Süden, ein Mann der pragmatischen Lösungen zu sein. Die Landesgruppe führe er mit klarer Linie und dem Blick für praktikable Lösungen. „Die Politik ist deine Leidenschaft geworden“, betonte Merkel.
Dabei habe Brunnhuber nie den Kontakt zur heimatlichen Basis verloren und blicke keineswegs von oben herab auf die Menschen in seinem Wahlkreis. Merkel: „Du kannst in Berlin immer berichten, was an der Basis los ist.“ Als echter Konservativer mache Brunnhuber kein Hehl aus seinem vom christlichen Glauben geprägten Wertebewusstsein. Höchst beeindruckend seien auch seine Kenntnisse über das Nachbarland Österreich, dem er freundschaftlich verbunden ist. Nicht zuletzt sei Brunnhuber ein fröhlicher Familienmensch. Merkel wünschte ihm, dass er den Spaß an der Politik auch in Zukunft behalten möge: „Wir haben dasselbe Fundament“.
Ministerpräsident Oettinger bezeichnete Brunnhuber als einen „wunderbaren Kollegen“, der von der Ostalb charakterlich geprägt worden sei. Hier sei er nicht nur als alter „Haudegen“, sondern auch als streitbarer Konservativer anerkannt und beliebt. In der Landesgruppe wirke er integrativ und werde als Führungspersönlichkeit akzeptiert. „Bleib so tatenfreudig, wie Du bist , sagte der Ministerpräsident und überreichte Brunnhuber mit der Staufermedaille in Gold die höchste Auszeichnung, die Baden-Württemberg zu vergeben hat.
„Ein Kreis treuer Freunde“
CDU-Fraktionschef Volker Kauder erinnerte die Versammelten daran, dass er gleichzeitig mit Brunnhuber ins politische Geschäft eingestiegen sei. In der Fraktion spiele der Jubilar eine bedeutende Rolle „im Kreis treuer, verschworener Freunde“. Auch wenn ihm gelegentlich die Objektivität abhanden komme, sei sein Rat stets gefragt, denn er vertrete die Meinung der Basis. Kauder: „Er ist ein Original von der Ostalb.“ Mit Blick auf die Kanzlerin sagte Kauder zu Brunnhuber scherzhaft: „Vor 25 Jahren hätten wir noch nicht gedacht, dass wir mal eine Chefin haben werden, aber auch das können wir inzwischen ertragen.“
Der Jubilar Georg Brunnhuber betonte in seiner kurzen Replik, er habe sich ehrlich gefreut, als Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt worden sei. Die Politik, so meinte er, sei seine Leidenschaft. Wörtlich: „Wer mich zum Freund hat, kann sich auch in schwierigen Zeiten auf mich verlassen.“Am Samstag wird um 10.30 Uhr im Rathaus Oberkochen weiter gefeiert.
© Schwäbische Post 21.02.2008