Die Einwohnerzahlen und fehlende Baugebiete „stimmen bedenklich“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Balle im Gespräch mit dieser Zeitung. Und er forderte: „Die Innenstadt muss attraktiver werden.“
Lothar Schell
Oberkochen „Einer Stadt wie Oberkochen mit einer für ihre Größe hervorragenden Infrastruktur darf eine sich ständig nach unten entwickelnde Bevölkerungszahl nicht gleichgültig sein“, erhärtete Balle. Schulen und Bildungseinrichtungen hätten in Oberkochen erste Priorität, was von der CDU-Fraktion nachhaltig mitgetragen werde. Optimale schulische Voraussetzungen würden geschaffen, machte Balle unter anderem an der Sanierung des Ernst Abbe-Gymnasiums fest. „Es nützt aber relativ wenig, für eine kinder- und familienfreundliche Stadt zu werben, wenn auf der anderen Seite keine Möglichkeit gegeben ist, junge Familien anzuwerben und zu gewinnen, ohne im Gegenzug Baumöglichkeiten bieten zu können“, machte der CDU-Fraktionsvorsitzende klar. Mit dem dritten, entgeltfreien Kindergartenjahr habe die Stadt Vorbildfunktion übernommen, „jedoch müssen nun weitere Taten und Voraussetzungen für ein gedeihliches Wachsen folgen.“
„Die Innenstadt muss attraktiver werden“, betonte Balle. Nötigenfalls müsse man externe Beratung involvieren. Zu einem „lebendigen Oberkochen“ gehöre auch ein ausreichendes Angebotssortiment, damit Kaufkraft am Ort gebunden werde. Für Handel und Gewerbe der Stadt wäre es nach Meinung der CDU-Fraktion zuträglich, wenn Schuhe und weitere Textilien am Ort gekauft werden könnten.
„Deshalb ist nach Überlegungen der CDU-Fraktion zu prüfen, ob ein Citymanager auf Honorarbasis zur Belebung der Oberkochener Innenstadt beitragen kann“, meinte Balle weiter. Auf dieser Basis könne auch das Interkommunale Gewerbegebiet im Süden der Stadt einer „schrittweisen Bebauung zugeführt werden.“
© Schwäbische Post 16.02.2008