Dass in Bezug auf den Mensabetrieb am Ernst-Abbe-Gymnasium Wünsche offen sind, wissen am Ernst-Abbe-Gymnasium alle am Schulleben Beteiligten. „Wir sind dran,Verbesserungen zu schaffen“, so Bürgermeister Peter Traub auf Nachfrage dieser Zeitung.
Nach dem Essen kann man es sich im neuen Forum gemütlich machen. (Foto: ls)Von Lothar Schell
Oberkochen Räumlich gesehen hat der Mensa-Betrieb zusammen mit dem Mitte Mai vergangenen Jahres eingeweihten Forum eine hervorragende Aufenthaltsqualität im Rahmen der Ganztagesschule erhalten. „Da sind sich alle sicher, dass wir hier ein hervorragendes Junktim geschaffen haben“, betont Bürgermeister Traub.
Rund um die Theke sind allerdings noch einige Wünsche offen. Darauf hatte die EAG-Elternbeiratsvorsitzende Bettina Fischer im Oktober in einem Brief an Bürgermeister Peter Traub hingewiesen. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Balle bestätigte, diesen Brief erhalten zu haben. Fischer fordert in diesem Brief eine bewusstere und gesündere Ernährung ein. Mehr Ausgewogenheit müsse erreicht werden. Auch werde im freien Verkauf „zu viel Ungesundes und Süßes angeboten.“ Weiter ist in dem Brief die Rede von immer wieder auftretenden Pannen im Abrechnungssystem.
Die CDU-Fraktion hat inzwischen bei einem Vor-Ort-Termin Probe gegessen. „Wir konnten nichts Negatives feststellen, aber es ist uns zu Ohren gekommen, dass es seitens der Eltern Klagen gibt“, so Bruno Balle.
„Wir hatten primär technische Probleme mit dem komplexen bargeldlosen Abrechnungssystem“, so Bürgermeister Peter Traub. Man habe in punkto Computer inzwischen nachgerüstet und sei dabei, die Probleme in den Griff zu bekommen. Es habe auch ein Gespräch mit der Pächterin der Mensa gegeben. Dabei sei zum Ausdruck gebracht worden, dass „ein größeres Frischeangebot als Ergänzung und verschiedene Aktionen die Speisekarte ergänzen müssen.“ Traub machte allerdings klar, dass es immer schwierig sei, in einem Mensa-Betrieb „die goldene Mitte zu finden.“ Die Pächterin habe zugesagt, Verbesserungen in Gang zu setzen.
Schulleiter Helmut Strecker meinte, die jüngeren Schüler nähmen die Mensa gut an, die Älteren suchten eher nahe liegende Versorger auf. Fakt sei, dass es immer wieder Schwierigkeiten mit dem Abrechnungssystem gegeben habe. Erschwerend sei während der Bauphase hinzugekommen, dass die Lüftung nicht funktionierte und unsäglicher Fettgeruch im ganzen Haus zu beklagen war. „Es hat sich nach dem Gespräch mit der Pächterin schon ein bisschen was zum Besseren bewegt“, meinte Götz Hopfensitz, Gemeinderat und Lehrer am EAG. Das Angebot sei etwas variabler geworden. „Es kommt halt immer auch auf die Erwartungshaltung und die Ansprüche an. Ich zum Beispiel bin regelmäßiger Mensa-Esser und bin zufrieden“, setzte Hopfensitz hinzu.
© Schwäbische Post 04.01.2008