Balle will ältere Häuser verkaufen

Wohnbebauung CDU fordert neue Wohnhäuser in der Mühlstraße als Ersatz für „Stahlacker“
„Sie rennen mit Ihrem Vorstoß offene Türen ein“, antwortete Bürgermeister Peter Traub auf einen Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Bruno Balle. Dieser hatte angeregt, nicht mehr sanierbare Häuser der Stadt an private Wohnbaugesellschaften zu veräußern.

Oberkochen Konkret sprach Balle die Gebäude Aalener Straße 30 sowie Mühlstraße 30 und 32 an. Dabei handele es sich um Gebäude, die zum Teil gar nicht mehr bewohnt seien und sich in einem „nicht mehr sanierbaren Zustand befinden“, wie Balle erklärte.
Das Thema „Wohnbestand im städtischen Bereich“ sei auch Thema im Verwaltungsausschuss gewesen. Ferner, so Balle, gebe es in der Mühlstraße zwei weitere unbewohnte Häuser, die sich allerdings in Privatbesitz befänden.
„Es wäre förderlich für eine künftige Wohnbebauung, wenn die in städtischem Besitz befindlichen Häuser an eine Wohnbaugesellschaft veräußert werden könnten, um neue Wohnanlagen entstehen zu lassen“, betonte der Fraktionschef Bruno Balle.
Die Idee hat aus Sicht der CDU-Fraktion gleich mehrere Vorteile: Schandflecke würden verschwinden, die Stadt habe keine Belastung mehr und zudem könnten in der Innenstadt die im Gewann „Stahlacker“ durch die Ansiedlung des Edeka-Markts verloren gegangenen Bauplätze zumindest teilweise kompensiert werden.
Der parteilose Bürgermeister Peter Traub sprach von einem guten Vorschlag, allerdings sah er auch einen Haken: „Wir haben ein Problem der Bauleitplanung, das aus der Vergangenheit herrührt.“ Und zwar folgendermaßen: Im Bebauungsplan sei ein sehr großes Baufenster vorgesehen, zu dem auch Grundstücke in Privatbesitz gehörten.

Abschnitt finden
Es gehe nun darum, einen sinnvollen Abschnitt für diese Bauleitplanung zu finden. Bürgermeister Peter Traub nahm den CDU-Vorschlag auf und sagte zu, mit den Privateignern Kontakt aufzunehmen. Zudem will er eventuell interessierte Wohnbaugesellschaften ausfindig machen und mit diesen erste Gespräche aufnehmen.

© Schwäbische Post 18.12.2007