„Deutschland muss einen Zahn zulegen“

Gedenkfeier des CDU-Stadtverbands Oberkochen mit Ehrenmitglied Georg Brunnhuber als Festredner

„Das Gedenken an die Freiheitsbewegung und die Überwindung der Teilung zweier deutscher Staaten ist in unserer jüngeren Geschichte von großer Bedeutung“, stellte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle am Donnerstag im „Langen Teich“ bei der Gedenkfeier zum „Tag der deutschen Einheit“ fest.

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Oberkochen. Nach zwei schrecklichen Weltkriegen seien durch die deutsch-deutsche Einigung Brücken geschlagen worden und das friedliebende Miteinander zu Einigkeit, Recht und Freiheit in Europa seien gereift, meinte Balle in seiner Begrüßung. Heute sei die Bundesrepublik, nicht zuletzt „durch den nimmermüden Einsatz von CDU und CSU“, in Europa und auf der ganzen Welt zu einem geachteten Partner geworden.
Balle erinnerte an die Pflanzung der CDU-Eiche im „Langen Teich“ vor 23 Jahren, was Ausdruck des Willens nach Friede und Freiheit gewesen sei. Der besondere Gruß des Stadtverbandsvorsitzenden galt dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten und heutigen Bahnmanager Georg Brunnhuber, der binnen 23 Jahren insgesamt dreizehn Gedenkansprachen gehalten habe.
„Was hat Oberkochen zur Wiedervereinigung beigetragen und welche grundsätzlichen Weichenstellungen wurden getroffen?“, fragte Balle. Oberkochen in Westdeutschland sei sicherlich – neben Berlin – eine der größten Nahtstellen fürs schreckliche Regime im Osten, jenseits des Eisernen Vorhangs, gewesen. Durch das Unternehmen Carl Zeiss und die Übersiedelung der Führungskräfte von Jena nach Oberkochen seien Verbindungen und Familien zerschlagen worden. Oberkochen habe in den Aufbaujahren Hilfestellungen in der Kommunalbehörde in Jena geleistet und insbesondere in der wirtschaftlichen Zusammenführung des Carl Zeiss-Imperiums Vorbildliches geleistet, führte der Stadtverbandsvorsitzende aus. Wenn im kommenden Jahr die Carl-Zeiss-Stiftung ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum begehe, würden Wege zur Entstehung beleuchtet und die Erinnerung an das Wirken und den Erfindergeist der Pioniere Carl Zeiss und Ernst Abbé geweckt. Gerade nach einer überragend gewonnenen Wahl sei es für die CDU in Deutschland erste Maxime, Bürgerinteressen zu vertreten und dem Gemeinwohl höchste Präferenz zu erweisen, führte Balle aus.
23 Jahre nach der Wiedervereinigung könne man hierzulande stolz sein, dass entgegen aller Einwendungen in Sachen Wiedervereinigung Deutschland heute die führende Nation in Europa sei, erklärte Georg Brunnhuber in seiner Festrede. Diese Führungsrolle gelte sowohl in der politischen Führung, als auch in Bezug auf die Wirtschaftskraft. Die Wiedervereinigung werde durch Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich verkörpert.

„Deutschland heute die führende Nation in Europa“
„Letztlich hat die Wiedervereinigung Deutschland in eine völlig neue Macht-Option in Europa geführt“, erklärte Brunnhuber. „Ich bin stolz auf diesen CDU-Stadtverband, der die Gedenkfeier zum Tag der deutschen Einheit seit 23 Jahren lückenlos durchführt“, fügte Brunnhuber hinzu. Aus dem zarten Eiche-Pflänzchen sei inzwischen eine stolze, zwanzig Meter hohe Eiche geworden.
Und in Sachen Gedenkfeier habe Oberkochen inzwischen im Ostalbkreis ein Alleinstellungsmerkmal. „Gestärkt durch die Ergebnisse bei der jüngsten Bundestagswahl müssen die CDU und das gesamte Land noch einen Zahn zulegen“, blickte Brunnhuber in die Zukunft. Auf Deutschland liege im europäischen Gefüge eine hohe Verantwortung. „Und angesichts der Amerika-Krise werden Herausforderungen und Verantwortung noch mehr steigen“, so Brunnhuber wörtlich.
Die Gedenkfeier wurde musikalisch umrahmt von Maximilian Becker auf der Trompete. Mit dem „Deutschland-Lied“ endete die diesjährige Gedenkfeier des CDU-Stadtverbands.
© Schwäbische Post 04.10.2013