Der 6. Förderpreis im Ehrenamt ging an die Gruppe „Mission – Entwicklung – Frieden“ (MEF) der Katholischen Kirchengemeinde Oberkochen
Der 6. Förderpreis im Ehrenamt ging an die Gruppe „Mission – Entwicklung – Frieden“ (MEF) der Katholischen Kirchengemeinde OberkochenDer Spot „100 Sekunden Ehrenamt“ bewies: Ohne Ehrenamt kein pulsierendes Leben. Denn „Wenn das Ehrenamt stirbt, stirbt auch die Gesellschaft.“ Der mit 500 Euro dotierte Preis, wurde 2001 ins Leben gerufen und solle Dankeschön und Ansporn zugleich sein für Menschen, die ganz selbstverständlich einen hohen Beitrag für die Gesellschaft leisten, betonte Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle in seiner Begrüßungsrede.
Die Vorstellung des Preisträgers erfolgte durch eine beeindruckende Multimedia-Show von Gerd Haupt. Die MEF-Gruppe wurde vor 21 Jahren gegründet, um die Menschen in der Partnergemeinde Kariobangi und in weiteren Regionen der 3. Welt nachhaltig zu unterstützen. Dazu werden das ganze Jahr über „fair“ produzierte und gehandelte Produkte der Entwicklungsländer verkauft – unter anderem am Misereor-Sonntag, beim Kirchweihfest und einmal im Monat als Kirchenverkauf nach dem Sonntagsgottesdienst. Auch die mit Bäckermeister Ulrich Dickenherr initiierte „Solibrot-Aktion“ ist eine wichtige Spendenquelle geworden.
„Wir können nicht alles tun, aber wir müssen tun was wir können“. Mit diesem Zitat von Bill Clinton beschrieb Landrat Klaus Pavel die Arbeit der MEF-Gruppe. „Und sie tun viel und bewirken auch viel, da ihre Unterstützung bei Projekten für Bildung, Gesundheit und Hilfe zur Selbsthilfe, zu 100 Prozent dort ankommt wo sie gebraucht wird“, so der Laudator. „Ehrenamt ist kein Opferamt, sondern gibt auch viel zurück. Es ist ehrenvoll sich für andere einzusetzen – und das tut die MEF-Gruppe in vorbildlicher Weise“ ,sagte Edgar Hausmann, Vorstandsmitglied des TSV (Preisträger 2010).
Anschließend wurde der Förderpreis samt Urkunde von Stadtverbandsvorsitzenden Martin Balle an die erste Vorsitzende der Gruppe „Mission – Entwicklung – Frieden“, Johanna Maier, übergeben. Diese bedankte sich beim CDU-Stadtverband für diese Auszeichnung und gab die Lorbeeren an ihre Mitstreiter mit den Worten weiter: „Die Arbeit mit und in dieser Gruppe ist keine Last, sondern eine Freude.“ Das Preisgeld werde für die Schulspeisung in Kariobangi Verwendung finden.
Pater Paulino Mondo Twesigye aus Kariobangi berichtete sodann, dass mit Hilfe der MEF-Gruppe aus Oberkochen, etwa 12.000 Kinder in die Schule gehen und täglich rund 500 Menschen in der Krankenstation behandelt werden können. „Wären wir in Kariobangi, dann würden die Menschen jetzt vor Dankbarkeit begeistert singen und tanzen“, ergänzte Bruder Hans Eigner von den Comboni-Missionaren.
Musikalisch umrahmt wurde die Verleihung vom Percussion Ensemble der Musikschule Aalen, unter der Leitung von Manfred Schiegl.