Deutsche Einheit ist „beispielhaft“

Europa-Abgeordnete Dr. Inge Gräßle hält Festrede bei Gedenkstunde des CDU-Stadtverbands

Die CDU-Eiche im „Langen Teich“ ist binnen 23 Jahren mächtig gewachsen. Ähnlich fest verwurzelt ist mittlerweile die Tradition des CDU-Stadtverbands Oberkochen, alljährlich der deutsch-deutschen Einigung zu gedenken.
Beifall für die gelungene Wiedervereinigung: Die Europaabgeordnete Inge Gräßle (von links), Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle und zahlreiche Gäste bei der Feierstunde an der CDU-Eiche im „Langen Teich“Beifall für die gelungene Wiedervereinigung: Die Europaabgeordnete Inge Gräßle (von links), Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle und zahlreiche Gäste bei der Feierstunde an der CDU-Eiche im „Langen Teich“

Oberkochen (CDU).
Mit Beethovens Neunter stimmt Trompeter Timo Gneipelt feierlich auf die Gedenkstunde ein. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle verweist in seiner Ansprache auf die europäische Dimension der deutschen Wiedervereinigung.
Er dankt all jenen, die das Freiheitsrecht erkämpft und sich für die Demokratie eingesetzt haben. Als Garanten im erfolgreichen Werk der europäischen Einigung zitiert er Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt-Georg Kiesinger, Helmut Kohl und Angela Merkel. Die CDU habe das Thema der Wiedervereinigung nie aus dem Visier verloren und so sei es auch für den CDU-Stadtverband Oberkochen ein Vermächtnis, die Geschichte lebendig zu halten. Nicht zuletzt aus einem starken Deutschland erwachse ein wichtiger Beitrag für Stabilität und Frieden auf dem Kontinent, erklärt Balle. Heute sei das deutsche Volk ein geachteter Partner in der ganzen Welt.
„Wir sollten heute in erster Linie den Blick in den Osten richten. Was hier erreicht wurde, ist ein Erfolgsmodell“, beginnt Europa-Abgeordnete Dr. Inge Gräßle ihre Festrede. An diesem Beispiel werde deutlich, was Bemühen um Freiheit und soziale Marktwirtschaft bewirken könnten. Gräßle erinnert an den „Freudentag, als die Mauer fiel“. Diese Botschaft müsse auch beispielhaft in die südeuropäischen Länder gesandt werden. Die DDR von einst und der Osten Deutschlands heute seien nicht mehr zu vergleichen. In punkto Export-Leistung habe der Osten anno 1989 ein Drittel der Wirtschaftsleistung Westdeutschlands erbracht. Heute liege man bei achtzig Prozent. „Der Aufbau Ost macht Hoffnung und die Bundesregierung liegt in ihrer Strategie bezüglich Südeuropa richtig“, sagt die Referentin. Es gehe darum, nicht einfach Geld zu verbrennen, sondern bezüglich des Umbaus der Sozial- und Steuersysteme in den maladen Ländern die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Hilfe zur Selbsthilfe muss oberste Maxime innerhalb der Währungsunion sein“, so Gräßle weiter. Wie immer, seit über zwanzig Jahren, singen die rund 30 Teilnehmer der Gedenkstunde dieses Tages die Nationalhymne.

Bildunterschrift:  Beifall für die gelungene Wiedervereinigung: Die Europaabgeordnete Inge Gräßle (von links), Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle und zahlreiche Gäste bei der Feierstunde an der CDU-Eiche im „Langen Teich“