Gedenken zum 125. Geburtstag von Ehrenbürger und Fabrikant Josef Schmid 1887 – 1960

Stadtverband Oberkochen - Junge Union, Frauen Union, Senioren Union

 1887 Josef Schmid wird als Sohn des Fabrikanten und Firmengründers

Jakob Schmid (Werkzeugfabrik Jakob Schmid GmbH & Co.) am 31.

März 1887 in Oberkochen geboren

1908 Übernahme des elterlichen Betriebes in der Dreißentalstraße 7

1921 Vorsitzender des Sängerbund Oberkochen – bis 1936

1946 Gründungsvorsitzender des CDU-Ortsverband Oberkochen – bis 1953

1946 Gemeinderat der Gemeinde Oberkochen – bis 1951

1946 1. Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion Oberkochen – bis 1951

1946 1. Stellvertreter des Bürgermeisters – bis 1951

1946 Vorsitzender des Ostgau – bis 1953

1947 Kreisrat des Kreises Aalen – bis 1953

1947 Ehrenvorstand des Sängerbund Oberkochen

1953 Ehrengauvorsitzender des Ostgau

1953 Ehrenbürger der Gemeinde Oberkochen (Beschluss: 06. November 1953)

1960 Josef Schmid stirbt im Alter von 72 Jahren in seiner Heimatgemeinde

Oberkochen (Todestag: 02. Januar 1960)

 

Josef Schmid hat als überzeugter Katholik und Zentrumspolitiker seine ersten politischen Erfahrungen im zweigeteilten – vom fürstproptischen Ellwangen bis hin zum protestantischen Zisterzenserkloster Königsbronn - Oberkochen gesammelt. Aus einer großen Unternehmerfamilie stammend verstand es Josef Schmid für die Öffentlichkeit und die Interessen der Allgemeinheit sein ganzes Wohl und seine persönliche Kraft einzusetzen. In der Nachkriegszeit war es Josef Schmid, der die christliche Idee für eine politische Kraft entwickelte und als Motor für die Gründung der Christlich-Demokratischen Union in Oberkochen stand. Die Gründerzeit hatte eigene Gesetze und mit viel Weitsicht wurde das Symbol der Freiheit und der Sozialen Marktwirtschaft mit christlichen Elementen gebildet. Am 15. Januar 1946 fand die Gründungsversammlung der Christlich-Demokratischen Union – Ortsverband Oberkochen mit 53 Mitstreiterinnen und Mitstreitern in der „Restauration“ statt. Das politische Bestreben nach wirtschaftlicher Erholung, kulturellem Glanz und positiven Lebensentwicklungen für die Menschen in der Heimat und dem Zuzug der Heimatvertriebenen waren Maxime des täglichen Tun und Handelns. Josef Schmid verstand es in den politischen Gremien und in der ganzen Öffentlichkeit ein neues Lebensgefühl zu entwickeln und für mehr Zukunftsperspektiven zu sorgen. Das Agieren in seinem handwerklichen Betrieb und in seinem politischen Gestalltungswillen war von großer Weitsicht und Gespür für die Menschen geprägt. Als wichtigen Ratgeber und Ansprechpartner für das kommunale Geschehen waren Josef Schmid die Werkzeuge des Zusammenlebens und der gegenseitigen Achtung sehr bedeutsam.

Als große Unternehmerpersönlichkeit und von großem Respekt tätiger Kommunalpolitiker verstand es Josef Schmid die Interessen des Handwerkes und des Mittelstands im damals noch kleineren Oberkochen zu bündeln und sich für den Aufbau wirtschaftlicher und politischer Strukturen einzusetzen. Josef Schmid wird im Nachkriegs-Oberkochen aufgrund seiner Verdienste und seines Mutes einen festen und dauerhaften Platz in der Geschichte einnehmen. Josef Schmid hat sich um Oberkochen und seine Institutionen verdient gemacht!
 

Zu seinem Gedenken, wird der Stadtverband Oberkochen ein Blumengebinde an seiner letzten Ruhestätte auf dem Städtischen Friedhof niederlegen.

Josi Kurz, Tochter von Ehrenbürger Josef Schmid, bedankte sich beim Vorsitzenden Martin Balle für diese Ehrung. „Es ist schön, dass mein Vater und sein Wirken in und für Oberkochen nicht in Vergessenheit geraten ist.“