Zu viele Bäume in der Innenstadt?
Wenn der Winter vorbei ist, startet man in Oberkochen mit der Sanierung von Straßen- und Platzoberflächen in der Innenstadt. Die CDU-Seniorenunion ließ sich jetzt von Stadtbaumeister Johannes Thalheimer über die in drei Bauabschnitten (2012 bis 2014) vorgesehene Innenstadterneuerung informieren.
Lothar Schell
Die CDU habe den Antrag zur Erneuerung des Pflasters gestellt, führte der Stadtbaumeister ins Thema ein. Auf Grund der Pflasterproblematik gehe es um Lärmbelästigung vornehmlich in der Dreißentalstraße. Die Steinverbünde im Umfeld vieler Bäume seien gebrochen, man stelle starke Verwurzelungen im Straßenuntergrund fest.
Man wolle im Rahmen einer städtebaulichen Gliederung den Straßendorfcharakter aufnehmen und erhalten, den Aufbau frostsicher gestalten, Lärmminderung und Barrierefreiheit bekommen. In diesem Jahr wolle man den Bereich Bürgermeister-Bosch-Straße bis zur Katzenbachstraße sanieren, ein Jahr später von der Katzenbachstraße bis zum Kreisel (Firma Brunnhuber) und 2014 die Dreißentalstraße.
„Eine Problematik sind vielfach die Bäume, allen voran die große Zahl in der Dreißentalstraße“, hieß es aus dem Plenum. Die Bäume ragten oft meterweit in die Grundstücke hinein und die Tröge seien störend beim Schneeräumen. Paul Trittler regte gar an, auf Bäume in der Dreißentalstraße zu verzichten, da in fast jedem angrenzenden Garten schöne Bäume stünden. Stadtbaumeister Johannes Thalheimer sagte zu, dieses Problem in die weitere Planung aufzunehmen. Vorgeschlagen wurde von den CDU-Senioren, die Dichte der Bäume zu reduzieren. Auf jeden Fall müssten einige kaputte Bäume entfernt werden, betonte Thalheimer. Grundsätzlich gehe die Planung davon aus, in der Dreißentalstraße wie auch im Kernbereich den Baumbestand so weit als möglich zu erhalten. Bruno Balle setzte hinzu, auch in der Aalener und Heidenheimer Straße habe man ein Übermaß an Bäumen.
In Oberkochen wird oft beklagt, dass es zu wenig Parkplätze gibt“, meinte der Stadtbaumeister. Man werde in der Planung die Parkplätze neu ordnen und eine Mischform aus Senkrecht-, Schräg- und Längsparkplätzen realisieren. Die Heidenheimer Straße werde leicht verschwenkt, so dass man am neuralgischen Punkt (Norma) weitere Parkplätze ermögliche. „Insgesamt werden wir nach der Sanierung elf weitere Parkplätze bekommen“, betonte Thalheimer. In Sachen Bepflasterung wies Ehrenbürger Bruno Balle auf eine nach seiner Meinung dringend notwendige Begehung hin. Fürs neue Pflaster habe man Kunstpflastersteine im Visier. Dieselben, wie sie auf dem Eugen-Bolz-Platz verwendet werden, erklärte der Stadtbaumeister. Jeweils drei verschiedene Größen und Legemuster seien realisierbar. Der Gemeinderat müsse sich noch über die auszuwählende Farbe schlau machen. „Wir wollen keine Farbschachtel, Grau eventuell mit Braun vermischt wird wohl in Frage kommen“, schloss Thalheimer.
© Schwäbische Post 14.02.2012