Mit Bürgern im Dialog
Oberkochen Bürgerbeteiligung trete stärker in den Fokus. Nicht erst seit Stuttgart 21, auch in Oberkochen in Sachen Zeltdach werde dies sichtbar, meinte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle. Die CDU sei die Partei der sozialen Marktwirtschaft und des Fortschritts. Die CDU sehe sich als Anwalt für die Bewahrung der Schöpfung, sie dokumentiere aber die Präferenz der Menschen, so Balle weiter.
„Kurs halten, Flagge zeigen“, eröffnete Winfried Mack seinen Vortrag. Die CDU habe das Land nach dem Regierungswechsel in einem guten Zustand übergeben „und wir kämpfen darum, 2016 wieder an die Regierung zu kommen“, erklärte Mack. Es sei beispielhaft, wie sich die CDU vor Ort mit dem damaligen CDU-Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzenden Bruno Balle an der Spitze fürs Interkommunale Gewerbegebiet eingesetzt und Arbeitsplätze gesichert habe.
CDU will sich vor allem für Sprachförderung einsetzen
Mack erklärte, die CDU werde sich in Sachen Bildungspolitik vor allem für die Sprachförderung im frühkindlichen Bereich einsetzen. Kindergarten und Grundschule müssten unter ein Dach, die neue Regierung sei dagegen. Die CDU wolle den Klassenteiler in den allgemein bildenden Schulen auf 28 Schüler senken. Mack sprach sich gegen eine Gemeinschaftsschule aus, was einer Einheitsschule gleichkomme. Eine gezielte Förderung der Kinder und Jugendlichen sei auf dieser Basis nicht möglich. Manche Kommunen stiegen auf den Vorschlag der neuen Regierung ein, um den Schulstandort zu sichern.
Eine Lanze brach der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende für den Erhalt der Hauptschule, der er eine gezielte Förderung und gute Übergänge auf die beruflichen Schulen ins Stammbuch schrieb. Man dürfe auch nicht so tun, als ob das Abitur das Maß aller Dinge sei. Die duale Ausbildung müsse im Fokus stehen, das Land brauche dringend gute Facharbeiter.
„Wir müssen alles versuchen, um das europäische Währungskonstrukt zu halten“, meinte Mack zur Finanzkrise. Wer eine gemeinsame Währungsunion haben wolle, müsse sich aber an Spielregeln halten. Griechenland sei ein hypersensibles Thema. Wenn heute ein Staatsbankrott für Griechenland ausgesprochen werde, dann würden viele französische Banken vor dem Kollaps stehen. „Unsere Währung ist sicher, weil wir die Situation beherrschen“, erklärte Mack, der wörtlich sagte: „Der CDU wird am meisten vertraut, dass wir wieder aus der Finanzmisere heraus kommen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass der Euro stabiler sei als die D-Mark es je war. Die CDU im Land werde gebraucht, weil sie Zukunftsprojekte habe und Mack blickte in die Zukunft: „Die Opposition von heute wird die Regierung von morgen sein.“
© Schwäbische Post 14.10.2011