CDU-Stadtverband mit Vorbildfunktion
Oberkochen (CDU) Musikalisch eröffnet und umrahmt wurde die Gedenkfeier zur Wiedervereinigung mit Trompetensoli von Timo Gneipelt von der städtischen Musikschule Oberkochen-Königsbronn. Die zu einem stolzen Baum gewachsene „CDU-Eiche“ sei Symbolik für das vereinte Deutschland. Dieser Anlass werde seit 21 Jahren ununterbrochen mit einer Gedenkstunde gefeiert, meinte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle. Einigkeit, Recht und Freiheit hätten für die CDU immer bis zum heutigen Tag einen festen Stellenwert gehabt. Mit dem Fall der Mauer sei ein 28 Jahre dauerndes Leid zu Ende gegangen. In diesem Zusammenhang würdigte Balle auch den jüngst ins Leben gerufenen Carl-Zeiss-Förderfonds, der nicht nur Oberkochen einen bedeutenden weichen Standortvorteil bringe, sondern auch die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Ost und West stärke.
Für Nachdruck belohnt
„Der 3. Oktober ist für die CDU nach wie vor ein besonderer Tag, weil wir es waren, die mit Nachdruck für die Wiedervereinigung gekämpft haben und dafür belohnt wurden“, meinte der Festredner Dr. Dietrich Birk in seiner Ansprache. Er erinnerte an die „großartige Leistung einer friedlichen Revolution der Landsleute im Osten“, an das zähe Beharren und Einstehen von Politikern wie Helmut Kohl, Francois Mitterand, Georges Bush, Ronald Reagan und Michael Gorbatschow. Durch das gemeinsame Einstehen fürs Ziel „Wir sind ein Volk“ seien 40 Jahre Diktatur beendet worden. „Ich danke dem CDU-Stadtverband Oberkochen für seine Vorbildfunktion“, erklärte Dr. Birk. Die CDU-Eiche sei Symbol der Hoffnung, von Standfestigkeit und Erinnerung. Das im Grundgesetz zum Ausdruck gebrachte Bekenntnis für Werte und eine stabile Demokratie sei für die CDU und den hiesigen Stadtverband der Kompass für verantwortliches Handeln. Bereits Konrad Adenauer habe diesen Kompass mit der von ihm forcierten Einbindung in die westliche Wertegemeinschaft zielgenau justiert. Dank zollte Birk den Ungarn, die 1988 mit dem Einreißen der Grenzzäune die Grundlage für den Vollzug der Wiedervereinigung geschaffen hätten. „Wir von der CDU wurden damals für unseren Einsatz als die ewig Gestrigen verhöhnt und verspottet“, erklärte der Festredner und die SPD sei es gewesen, die nach den Ostverträgen bereits gemeinsame Positionen mit der SED ausgeklügelt hätten. „Die Wiedervereinigung ist ein Verdienst der CDU, ohne Anbiederung, sondern durch eine klare Interessenvertretung realisiert“, schloss Dr. Dietrich Birk. Am Ende der Kundgebung wurde gemeinsam die Nationalhymne vom „Lied der Deutschen“ gesungen.