Martin Balle führt weiter den CDU-Stadtverband
Besorgt wegen Bevölkerungsschwund in Oberkochen
Konrad-Adenauer-Dankmedaille für Rita Metzger-Retsch
„Die CDU Oberkochen ist eine blühende Einheit mit ihren erfolgreichen Gliederungen“, betonte der alte und neue Stadtverbandsvorsitzende Martin Balle. Die CDU stehe für Konsolidierung mit Augenmaß in Stadt, Kreis, Land und Bund.
In seinem Rechenschaftsbericht ließ Balle eine lange Liste ganz unterschiedlicher Veranstaltungen Revue passieren. Bei der Gemeinderatswahl habe man das oberste Ziel, stärkste Fraktion zu bleiben, erreicht. Bei der Bundestagswahl sei Roderich Kiesewetter Stimmenkönig in Oberkochen geworden. Schmerzliche Verluste, die man nicht schön reden könne, müsse man als CDU in Oberkochen bei der jüngsten Landtagswahl bilanzieren. Der neuen grün-roten Landesregierung prognostizierte Balle, angesichts der Themen Stuttgart 21, Atomausstieg, Bildungssystem und Verwaltungsreform stark gefordert zu sein. „Der ländliche Raum wird an Gewicht verlieren und Baden-Württemberg wird einen Paradigmenwechsel mit ungeheuerlichen Folgen erleben“, blickte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende in die Zukunft. Die CDU sei in Oberkochen gut aufgestellt und bestens gerüstet. 21 neue Mitglieder konnten hinzugewonnen werden.
Innenstadt optimieren
CDU-Fraktionsvorsitzender Franz Uhl ging detailliert auf die Arbeit im Gemeinderat ein. Ein klares Votum gab er für die Kulturstiftung in Form einer Bürgerstiftung mit einem städtischen Grundkapital von einer Million Euro. Die CDU habe sich aber vorbehalten, dass über städtische Zustiftungen im Gemeinderat befunden werden müsse. „Der Einwohnerschwund bereitet uns Sorgen“, erklärte Uhl. Seit 1996 bewege sich die Einwohnerzahl in Oberkochen kontinuierlich nach unten und momentan stehe man bei 7775 Bürgerinnen und Bürger, einem absoluten Tiefstand. Die gut ausgebaute Infrastruktur stehe auf dem Spiel, Leerstände in der Innenstadt seien die Folge. Ein weiteres großes Anliegen der CDU sei die Modernisierung der Innenstadt. Die CDU sei bei diesem Thema in die Offensive gegangen. „Wir brauchen eine deutliche Qualitätsverbesserung, die Handel und Gewerbe stärken“, forderte Uhl. Dazu gehörten auch die Verbesserung des Pflasterbelags und der Parkmöglichkeiten. In der kommenden Klausurtagung des Gemeinderats werde auch das Thema „Gemeinschaftsschule bis zum zehnten Schuljahr“ eine Rolle spielen. Uhl warnte vor Schnellschüssen, da hierfür die Bildungsplangrundlagen bis zur möglichen Realisierung noch Jahre dauerten. Weitere Berichte erteilten Fabian Haas für die Junge Union und Gertrud Gutknecht für die Frauenunion. Vorsitzender Martin Balle gab bekannt, dass sich Otto Stock am 20. Juni bei der Mitgliederversammlung der Seniorenunion als Kandidat fürs Amt des ersten Vorsitzenden zur Verfügung stelle. In der Aussprache zu den Berichten erinnerte Jochen Neumann an „den Mangel an anspruchsvollen Wohnungen in Oberkochen.“
Neuwahlen und Ehrung
Bei den anstehenden Neuwahlen erhielt Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle das Vertrauen der Mitglieder. Als Stellvertreter fungieren Dr. Michel le Maire, Jörg Schulle und Gerd Haupt. Rita Metzger bleibt Schatzmeisterin, Uwe Paap Pressesprecher und Jelena Fischer Schriftführerin. Als Beisitzer wurden gewählt: Matthias Balle, Heidi le Maire, Stefan Mack, Paul Fischer, Thomas Haas, Thomas Falb, Valerie le Maire, Herta Oppold, Ariane Winter, Norbert Nagel.
Für ihre 25jährige Tätigkeit als Schatzmeisterin wurde Rita Metzger-Retsch mit der Konrad-Adenauer-Dankmedaille in Silber ausgezeichnet. In seiner Laudatio führte Vorsitzender Martin Balle aus, dass die Geehrte ein Paradebeispiel sei für Zuverlässigkeit und Verantwortung. Metzger-Retsch habe sich im Vorstand des Stadtverbands und in der Frauenunion verdient gemacht.
Nach den Regularien referierte MdB Roderich Kiesewetter zum Thema „Deutschland im Aufbruch zu neuen Ressourcen.“