CDU Stadtverband Oberkochen
 

Presse
02.09.2010, 19:14 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU – Stadtverband Oberkochen
Sommerwanderung mit Winfried Mack MdL und Roderich Kiesewetter MdB nach Königsbronn


Knapp 60 Personen konnte Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle zur Sommerwanderung in die Nachbargemeinde Königsbronn begrüßen. Dort wurden die Hammerschmiede und die Georg Elser Gedenkstätte besichtigt, bevor es zur „politischen Einkehr“ ins Gasthaus Hecht ging.



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Beginn der Wanderung

Trotz eines übervollen Terminkalenders ließen es sich die beiden Abgeordneten Winfried Mack und Roderich Kiesewetter nicht nehmen, an dieser Wanderung teilzunehmen. So wurden bereits die ersten Gespräche während des Fußmarsches nach Königsbronn geführt.

Kurz vor dem Ortsschild „Königsbronn“ erwartete dann die Oberkochener Wandergruppe eine besondere Überraschung. Die CDU-Königsbronn um Josef Minihoffer hatte es sich nicht nehmen lassen, die durstigen Wanderer mit einem nostalgischen Traktor samt CDU-Anhänger zu einem Umtrunk abzuholen. Nach dieser Stärkung ging es dann weiter zum Königsbronner Rathaus, wo die Gruppe durch Stellvertretenden Bürgermeister Hubert Neuburger begrüßt wurde.

Königsbronn war und ist geprägt durch die Eisenindustrie. Deshalb wurde 1860/61 am Brenztopf eine Hammerschmiede errichtet, die 1956 zur Brenzturnhalle umgebaut wurde. 2008 beschloss der Gemeinderat im Rahmen der Ortskernsanierung, diese Halle für 1,55 Mio. Euro in die Veranstaltungs- und Eventhalle „Hammerschmiede“ umzugestalten. Architekt Uwe Richter ist hier wirklich ein Schmuckstück gelungen. Wenn dann die Begrünungsarbeiten um die Halle auch noch abgeschlossen sind, kann hier wahrlich vom „Aushängeschild Königsbronns“ gesprochen werden.

Ein weiterer Name ist untrennbar mit Königsbronn verbunden –Hitler-Attentäter Georg Elser. Seit der Machtübernahme im Jahre 1933 gedachten die Nationalsozialisten jedes Jahr des gescheiterten Hitlerputsches vom November 1923. So auch am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller, bei dem Adolf Hitler wie immer persönlich auftrat. Zum Zeitpunkt der Bombenexplosion, die die Decke des Saals zum Einsturz brachte, war Hitler bereits seit 13 Minuten auf dem Weg zu seinem Zug nach Berlin. Unter den noch etwa 120 bis 150 Personen im Saal gab es 8 Tote und 63 Verletzte, davon 16 schwer. Alle Grenzstellen wurden sofort geschlossen und scharf überwacht. Elser wurde beim Versuch die Grenze in Richtung Schweiz zu überschreiten, aufgegriffen und mehrere Tage verhört. Nach seinem Geständnis kommt Elser über das KZ Sachsenhausen ins KZ Dachau, wo er am 09.04.1945 hingerichtet wurde. Josef Seibold, Geschichtslehrer i.R. an der Realschule Königsbronn, berichtete fesselnd beim Besuch der Georg Elser Gedenkstätte, über das Wie und Warum dieser Tat.

Zum Abschluss ging es „Zur politischen Einkehr“ ins Gasthaus Hecht. Winfried Mack MdL berichtete von seiner Arbeit im Stuttgarter Landtag. Dabei wurden unter anderem folgende Themen besprochen:

  • Bildungspolitik (Frühkindliche Bildung, Sprachförderung, Einstellung von Lehrkräften trotz sinkender Schülerzahlen)

  • Länderfinanzausgleich von 2,5 Mrd. jährlich (Berlin rühmt sich, dass die Plätze in den Kindertagesstätten frei sind, während wir Studiengebühren erheben).

Bei der anschließenden Diskussion wurde heftig über Stuttgart 21 debattiert. Mack stellte klar, dass Baden-Württemberg an die Schnellzugtrassen angebunden werden muss. „Zukünftig wird eine Zugfahrt von Aalen nach Berlin ca. 5 Stunden dauern. Da lohnt sich fast nicht mehr, das Flugzeug von Stuttgart nach Berlin zu nehmen“, so Mack.

Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle bedankte sich bei den Abgeordneten und vor allem beim CDU-Ortsverband Königsbronn für die herzliche Aufnahme und stellte fest: „Königsbronn war wirklich einen Besuch wert!“

Text & Bild: Uwe Paap, Pressesprecher, Stadtverband Oberkochen





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