Deutsche Einheit praktisch leben Gedenkfeier des CDU-Stadtverbands Oberkochen Roderich Kiesewetter hielt Festrede
Über 50 Bürgerinnen und Bürger fanden sich bei der „CDU-Eiche“ im Gewann „Langer Teich“ ein, um an der Gedenkfeier des CDU-Stadtverbands teilzunehmen. Die Festrede hielt der neu gewählte Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter.
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle erinnerte an den 3. Oktober 1990, der ein geschichtsträchtiger Tag für das deutsche Volk gewesen sei. Die Wiedervereinigung sei von den CDU-Kanzlern Adenauer, Erhard, Kiesinger, Kohl und aktuell von Angela Merkel mit Nachdruck vorangetrieben und zur Grundlage einer zukunftsweisenden Politik gemacht worden. Den Nationalfeiertag nannte Balle „eine historische Wegmarke, die der CDU-Stadtverband in guter Tradition fortführen wird.“ Schließlich sei es die CDU gewesen, die den Anker für Frieden und Freiheit ausgeworfen habe. Auch künftig müsse von deutschem Boden Frieden ausgehen und diese Gedenkfeier solle ein Zeichen des Friedens sein.
Appell an Solidarität
„Der 3. Oktober ist der erste Feiertag unserer Nation, der ein friedliches Ereignis beschreibt, der 17. Juni beschrieb im eigentlichen Sinn den Volksaufstand“, begann Roderich Kiesewetter seine Ausführungen. Der neu gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete ausführlich den Weg zur Einheit, beginnend mit den ersten Flüchtlingsströmen, den Ereignissen in der Prager Botschaft, den engen und vertraulichen Beziehungen zwischen Helmut Kohl und Michael Gorbatschow. In enger Anbahnung mit den USA seien die Vorbehalte vor allem seitens der Engländer aufgeweicht worden. „Dass die westlichen Bündnis-Partner schließlich überzeugt waren, dies war der Schlüssel für die Vereinigung“, betonte Kiesewetter. Man könne auf eine ungeheure Integrationsleistung zurückblicken und stehe nun vor einer neuen integrativen Herausforderung, blickte Kiesewetter in die Zukunft. In Deutschland lebten mehr Einwohner über 65 Jahre als unter 20 Jahre. Mehr ausländische Mitbürger unter 15 Jahren lebten im Land als hier geborene. Die Solidarität aller sei gefragt. Eine weitere Herausforderung sei die Zurückführung der Staatsverschuldung. Kiesewetter stellte sich hinter die Worte von Kanzlerin Angela Merkel, die „von Grausamkeiten in den nächsten beiden Jahren“ gesprochen habe. Dann müsse wieder Wachstum geschaffen werden, Arbeit müsse sich wieder lohnen. Auch Bürokratiehemmnisse müsse man abbauen. Die deutsche Einheit müsse auch im Rahmen von Patenschaften weiter wachsen und man müsse diese praktisch leben. „In Berlin spüre ich Aufbruchstimmung, wir in der Region müssen mit anpacken“, meinte Kiesewetter. Bereits im kommenden Monat werde er Gespräche mit den Bürgermeistern und Ortsvorstehern und anschließend mit der IHK führen, um die praktischen Hebel entsprechend anzusetzen. Die Gedenkfeier schloss mit dem „Lied der Deutschen“, musikalisch umrahmt von Rainer Fischer (Trompete) vom Musikverein Oberkochen.
|