CDU Stadtverband Oberkochen
 

Presse
19.11.2011, 13:48 Uhr | Übersicht | Drucken
Die öffentliche Diskussion zur „Hallenfrage“ ist eröffnet

Was die derzeitige Hallensituation in Oberkochen betrifft, ist die Ausgangslage ziemlich eindeutig. Wir haben eine 60 Jahre alte Dreißentalhalle, für die eine Sanierung wegen allzu großer Baumängel nicht mehr lohnt und eine durchaus noch intakte Schwörzhalle, die aber offensichtlich den heutigen Anforderungen des Vereinsports nicht mehr zu genügen scheint. Außerdem steht der Zeiss-Veranstaltungssaal künftig nicht mehr zur Verfügung. Vor allem aber bestehen seitens der Schulen und Vereine immer noch enorme Engpässe bei der Hallenbelegung.

 



Durch die gute finanzielle Situation der Stadt ist die „Hallenfrage“ nun ins Zentrum der Überlegungen für die Zeit ab 2015 gerückt und die Stadtverwaltung ist mit zwei Vorschlägen in die Offensive gegangen. Ein erster sieht an Stelle der Dreißentalhalle eine große kombinierte Veranstaltungs- und Sporthalle vor. Dies wäre sicher die einfachste und kostengünstigste Lösung. Allerdings wird dies von vielen wieder als allzu kurzsichtiger Kompromiss gesehen, der weder die kulturelle noch die sportliche Seite zukunftsträchtig zufrieden stellen kann. Ein zweiter Vorschlag geht deshalb dahin, die jetzige Dreißentalhalle lediglich durch eine Schulsporthalle zu ersetzen, sowie anstelle der Schwörzhalle ein großes Sport- und Veranstaltungszentrum mit zwei getrennten Hallen zu bauen. Diese „Große Lösung“ hat durchaus ihren Charme, bringt uns aber bei der angespannten Belegungssituation der Vereine und Schulen keinen Schritt weiter, da sich die Kapazität nicht verändert.

Die CDU-Fraktion hat nun einen weiteren Vorschlag nachgelegt, der sich finanziell an die sog. „Große Lösung“ der Verwaltung anlehnt, dabei aber zusätzlich alle Belegungsprobleme für die Zukunft lösen würde: Da es viel zu schade wäre, die Schwörzhalle abzureißen, die für den Schulsport, den Übungsbetrieb der Vereine, sowie die jährlich stattfindenden diversen Ausstellungen immer noch voll tauglich ist, könnte diese durch eine den heutigen Anforderungen genügende weitere Sporthalle zu einem Sportzentrum ergänzt werden. Die eingesparten enormen Abbruchkosten könnten für den laufenden Unterhalt verwendet werden. Anstelle der Dreißentalhalle würde eine Veranstaltungshalle entstehen. Eine Luftaufnahme zeigt, dass dabei unter Einbezug der an die Dreißentalstraße grenzenden städtischen Grundstücke auch noch genügend Platz für eine vollkommen ausreichend dimensionierte Schulsporthalle für die Dreißentalschule bestünde, ohne dass bereits bestehende schulische Räumlichkeiten bzw. die Schulwiese beeinträchtigt würden. Das Ganze mit einer Tiefgarage versehen, sollte auch die angespannte Parksituation in der Innenstadt entschärfen können. Bei größeren Veranstaltungen stünde nach wie vor der Zeiss-Besucherparkplatz zur Verfügung und den älteren Mitbürgern bliebe beim Veranstaltungsbesuch der lange Weg zur Schwörz erspart.

Gegenüber dem Verwaltungsvorschlag gäbe es neben dem Vorteil einer weiteren „geschenkten“ Halle zudem eine Entflechtung der Belastung der Anwohnerschaft bei großen Veranstaltungen.

Die öffentliche Diskussion ist damit eröffnet. Vielleicht kommt ja dem einen oder anderen noch die Super-Idee…. „dui nex koscht ond trotzdem älle befriedigt“. Maßgeblich für eine Entscheidung werden letztendlich, wie schon beim Bad, die finanziellen Voraussetzungen sein, doch dafür hat der Gemeinderat noch ein paar Jahre Zeit.

Franz Uhl, Fraktionsvorsitzender



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