CDU wirbt für den Bau einer Veranstaltungs- und Schulsporthalle – die Schwörzhalle soll erhalten bleiben
Wie geht es mit der Hallenplanung in Oberkochen weiter? Zwei Vorschläge hatte die Stadtverwaltung im Gemeinderat vorgelegt (wir berichteten). Nun hat sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Franz Uhl mit einer dritten Alternative zu Wort gemeldet.
Oberkochen. „Die Ausgangslage ist ziemlich eindeutig. Wir haben zum einen eine 60 Jahre alte Dreißentalhalle, bei der eine Sanierung wegen zu großer Baumängel nicht mehr lohnt und zum anderen eine durchaus noch intakte Schwörzhalle, die allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen des Vereinssports zu genügen scheint“, erklärt Uhl im Gespräch mit dieser Zeitung.
Der erste Vorschlag der Stadtverwaltung, anstelle der Dreißentalhalle eine große, kombinierte Veranstaltungs- und Sporthalle vorzusehen, bezeichnet der CDU-Fraktionsvorsitzende als die „einfachste und kostengünstigste Lösung“, die allerdings von vielen vermutlich wieder als „kurzsichtiger Kompromiss gesehen wird, der am Ende weder die kulturelle noch die sportliche Seite zufriedenstellen kann.“
Der zweite Vorschlag der Verwaltung geht deshalb dahin, die jetzige Dreißentalhalle lediglich durch eine Schulsporthalle zu ersetzen und anstelle der Schwörzhalle ein großes Sport- und Veranstaltungszentrum mit zwei getrennten Hallen zu bauen. „Diese große Lösung hat zwar ihren Charme, bringt uns aber angesichts der angespannten Belegungssituation von Vereinen und Schulen keinen Schritt weiter“, führt Franz Uhl aus.
Der Vorschlag der CDU-Fraktion orientiert sich finanziell an der großen Lösung der Verwaltung. „Die Realisierung unserer Alternative würde allerdings zusätzlich alle Belegungsprobleme für die Zukunft lösen“, blickt Uhl in die Zukunft. Dabei betont er, dass es viel zu schade wäre, die Schwörzhalle abzureißen, die für den Schulsport, den Übungsbetrieb der Vereine und die jährlich stattfindenden Ausstellungen immer noch voll tauglich sei. Vielmehr könnte diese durch eine den heutigen Anforderungen genügende weitere Sporthalle zu einem Sportzentrum ergänzt werden. Die eingesparten und sehr hohen Abbruchkosten könnten für den laufenden Unterhalt verwendet werden. Anstelle der Dreißentalhalle würde eine Veranstaltungshalle entstehen. „Unter Einbezug der an die Dreißentalstraße grenzenden städtischen Grundstücke wäre noch genügend Platz für eine vollkommen ausreichend dimensionierte Schulsporthalle für die Dreißentalschule, ohne dass bereits bestehende Räumlichkeiten beziehungsweise die Schulwiese beeinträchtigt würden“, geht Uhl ins Detail. Die angespannte Parksituation in der Innenstadt könne man mit einer Tiefgarage entschärfen. Bei größeren Veranstaltungen stünde nach wie vor der Carl-Zeiss-Besucherparkplatz zur Verfügung „und älteren Mitbürgern bliebe bei größeren Veranstaltungen der lange Weg zur Schwörz erspart“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende weiter.
Gegenüber dem Verwaltungsvorschlag sieht Uhl neben dem Vorteil einer weiteren Halle zudem eine Entflechtung der Belastung der Anwohnerschaft bei großen Veranstaltungen. „Die öffentliche Diskussion ist damit eröffnet“, hofft Uhl.